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Dr.K.Hucke
Die Hündin in der Zucht Teil 1: Läufigkeit Die Kontrolle der Läufigkeit ist für den Züchter die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Zuchteinsatz. Dieser Teil des Zyklus verläuft jedoch bei den einzelnen Hündinnen und auch bei den einzelnen Zyklen einer Hündin sehr unterschiedlich. 1.1. Der Läufigkeitszyklus der Hündin: Der Zyklus der Hündin wird in vier Abschnitte unterteilt: 1. PROÖSTRUS Er bezeichnet den Zeitraum zwischen den ersten sichtbaren Austreten von blutigem Sekret aus der Vulva und dem Einsetzen der Paarungsbereitschaft. In dieser Phase erfolgt an den Eierstöcken (Ovarien) die Reifung der Eier (Follikel) Die Dauer des Proöstrus beträgt 7-10 Tage. 2. ÖSTRUS So wird die Phase der Paarungsbereitschaft beschrieben. In ihr erfolgt der Eisprung (Ovulation) sowie die Anbildung der Gelbkörper, die zur Aufrechterhaltung einer Trächtigkeit notwendig sind. Auch sie beträgt im Durchschnitt 7 - 10 Tage. 3. METÖSTRUS Bezeichnet die etwa neunwöchige Gelbkörperphase, die an die Zeit der Paarungsbereitschaft anschließt sowie die Reparationsphase der Gebärmutterschleimhaut, die etwa am 140.Tag abgeschlossen ist. 4. ANÖSTRUS Die Ruhephase der Gebärmutter. Anschließend beginnt die nächste Läufigkeit. 1.2. Hormonregulierung: Diese äußeren Anzeichen einer Läufigkeit werden von verschiedenen Hormonen reguliert. ÖSTROGENE, die vom heranwachsenden Ei auf dem Eierstock gebildet werden. Sie sind verantwortlich für die Blutung aus der Gebärmutter, Verdickung der Scheidenschleimhaut, Schwellung der Schamlippen und der Produktion von Läufigkeitsduftstoffen, die den Rüden anlocken sollen. Gegen Ende der Follikelphase (Proöstrus) werden die höchsten Östrogenwerte im Blut gemessen. Mit den Höchstwerten der Östrogene wird von der Hypophyse das Luteinisierungshormon (LH) freigesetzt. Zusammen mit dem Follikelstimulierenden Hormon (FSH) bereitet es die Ovulation (Eisprung) vor. Bei der Mehrzahl der Hündinnen setzt mit der Freisetzung von LH und FSH die Phase der Paarungsbereitschaft (Östrus) ein. Zwei Tage später kommt es zum Eisprung. Innerhalb von 12-24 Stunden werden die Eier (Follikel) freigesetzt. Jetzt beginnt die Wanderung durch den Eileiter, dabei reifen die Follikel und erlangen 2-3 Tage nach der Ovulation ihre Befruchtungsfähigkeit. Die Befruchtung der Hündin sollte somit 4 -7 Tage nach dem Beginn des Östrus (=Paarungsbereitschaft) stattfinden. Dies entspricht dem 2. - 5.Tag nach der Ovulation. Bereits vor der Ovulation setzt die Anbildung der Gelbkörper an den Eierstöcken ein, die in zunehmendem Maße das Hormon PROGESTERON bilden. Durch den Progesteroneinfluss nimmt die Schwellung der Genitalschleimhaut ab, die Blutgefäße der Gebärmutter werden abgedichtet, der Ausfluss wird weniger. Die Progesteronproduktion der Gelbkörper hält während der gesamten Trächtigkeit an. 1.3. Deckzeitpunkt: Die Angaben der Dauer der verschiedenen Zyklusphasen sind jedoch nur Durchschnittswerte. So wird die Dauer von Proöstrusbeginn bis zur Ovulation mit 12 Tagen +/- 4 Tage angegeben, wobei individuelle Schwankungen von 6-30 Tagen festgestellt wurden ! Hier können die sorgfältigen Aufzeichnungen des Züchters über die Dauer der gesamten Läufigkeit sowie die Tage der Paarungsbereitschaft wichtige Hinweise auf größere Abweichungen geben. Der genaue Zeitpunkt der Ovulation und die damit verbundene 2-5 Tage spätere Befruchtung kann jedoch nicht immer eindeutig durch äußerlich sichtbare Veränderungen bestimmt werden.
Hier helfen die typischen Veränderungen der aus der Scheide gewonnenen Zellen (VAGINALZYTOLOGIE ), die Betrachtung der Scheidenschleimhaut (VAGINOSKOPIE) sowie die Bestimmung des mit der Ovulation beginnenden deutlichen Anstiegs des Progesteronspiegels im Blut. 1.4. Störungen: Dieses komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Hormone und Organe ist anfällig auf äußere und innere Störungen. Innere Störungen wie Erkrankungen des Hypothalamus, der Hypophyse, der Schilddrüse oder der Nebenniere können ebenso eine Trächtigkeit verhindern oder abbrechen wie Stress oder Erkrankungen der Gebärmutter durch Bakterien. Bakteriologische Untersuchungen der Gebärmutter können erst nach Beginn des Proöstrus (Öffnung des Muttermundes) durch eine Tupferprobe aus der Scheide bestimmt werden. Hier empfiehlt sich die Untersuchung bereits in den ersten drei Tagen der Läufigkeit durchzuführen, um entsprechend des Laborergebnisses bei Problemkeimen noch vor dem Deckakt eine antibiotische Behandlung durchgeführt und abgeschlossen zu haben. Nur so kann eine Beeinträchtigung der Follikel und des Spermas verhindert werden sowie die rechtzeitige Abheilung möglicher Gebärmutterveränderungen ermöglicht werden. Stress der Hündin ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor bei einem erfolglosem Zuchteinsatz. Durch Stress bei weiten Fahrten zum Deckrüden oder durch Zwangsmaßnahmen bei deckunwilligen Hündinnen kann eine Ovulation ausbleiben. Dies ist besonders bei Deckakten zu Beginn der Paarungsbereitschaft noch vor der Ovulation (= ca.2.Tag) zu beachten. Eine bis zu diesem Zeitpunkt normal verlaufende Läufigkeit führt nicht zu dem erfolgreichen Zuchteinsatz, da das Fehlen des Eisprunges eine Trächtigkeit ausschließt. Eine vaginalzytologische und vaginoskopische Untersuchung sowie der Progesterontest können eine stattgefundene Ovulation nachweisen. Da die Befruchtung erst 2 - 3 Tage nach der Ovulation erfolgen kann, besteht dann noch genügend Zeit zur Planung der Fahrt. Eine Deckzeitpunktbestimmung eine Woche vor dem Termin ist nicht möglich ! 1.5.Untersuchungsschema: Bei Problemhündinnen in der Zucht empfiehlt sich das folgende Untersuchungsschema: 1. Zu Beginn der Läufigkeit ( 1.-3.Tag ) Tupferprobe für eine bakteriologische Untersuchung Bei pathologischem Befund erfolgt eine antibiotische Behandlung noch vor der Bedeckung. Eine prophylaktische Antibiotikabehandlung ist nicht zu empfehlen ! 2. Vaginoskopische und vaginalzytologische Untersuchungen der Hündin in 2 - 3 tägigen Abständen ab dem 7.Tag (evt. ergänzende Progesteronbestimmungen) um den Ovulationszeitpunkt zu bestimmen. Hieraus ergibt sich der Zeitpunkt der Bedeckung (2-5.Tag nach der Ovulation) Teil 2: Trächtigkeit 2.1. Befruchtung:
Wie im Teil 1: Läufigkeit der Hündin beschrieben, erfolgt in der Phase der Paarungsbereitschaft Dies bedeutet, eine optimale Bedeckung findet am 2. - 5. Tag nach dem Eisprung statt. Eine Großzahl der Hündinnen wird vom 2.Tag vor dem Eisprung bis 2 Tage nach dem Eisprung belegt. 2.2. Einnisten in der Gebärmutter: 7 Tage nach dem Eisprung kommen die befruchteten Eizellen in der Gebärmutter (Uterus) an, verteilen sich gleichmäßig und am 16.Tag erfolgt das Einnisten in der Gebärmutterschleimhaut und auch die Ausbildung des Mutterkuchens (Plazenta), der sich gürtelförmig um den wachsenden Embryo an der Gebärmutterschleimhaut befestigt und die Versorgung des Embryo übernimmt. Bis zum 35.Tag der Trächtigkeit sind die runden Früchte von der Gebärmutter einzeln eingeschnürt und wie eine Perlenkette aufgereiht fühlbar. Besonders zwischen dem 24. und 28.Tag der Trächtigkeit sind die 1 - 2 cm großen Ampullen fühlbar. 2.3. Trächtigkeitsnachweis Zum Trächtigkeitsnachweis können verschiedene Methoden herangezogen werden. Die abdominale Palpation zwischen dem 24. - 28.Tag lässt 1 - 2 cm große kugelige Wölbungen ertasten. Nach dem 35.Tag sind aufgrund der Vergrößerung der Gebärmutter keine Befunde zu erheben. Bei fetten, verkrampften und unruhigen Tieren ist diese Methode schwierig, auch die Gefahr der Schädigung durch unsachgemäße Ausführung sollte nicht unberücksichtigt bleiben. Heute bietet die Ultraschalluntersuchung nach dem 21.Tag, am besten ab dem 28.Tag, eine gefahrlose Methode des Trächtigkeitsnachweises, die auch eine Vielzahl von Informationen über den Trächtigkeitsverlauf (Anzahl, Entwicklungszustand, Vitalität ) erkennen lässt. Der röntgenologische Nachweis der Trächtigkeit sollte wegen den möglichen Schäden des Feten durch die Strahleneinwirkung erst nach dem 50.Tag durchgeführt werden. Die für Röntgenaufnahmen notwendigen skelettalen Anteile des Feten sind erst ab dem 43.Tag sichtbar. 2.4. Trächtigkeitsdauer: Die klinische Trächtigkeitsdauer wird mit 63 Tagen angegeben. Dabei sind Schwankungen von 56 - 72 Tagen als normal anzusehen. Dieser Zeitraum bezieht sich auf den Zeit zwischen der 1. Bedeckung und der Geburt. Der Zeitraum zwischen Eisprung und Geburt beträgt 62 - 64 Tage und ist konstanter. Die großen Schwankungen der klinischen Trächtigkeitsdauer beruhen auf den unterschiedlichen Zeitspannen zwischen Deckakt und Ovulation. So haben Hündinnen, die vor dem Eisprung belegt werden, eine verlängerte Trächtigkeit von 66 - 68 Tagen. Ist die Hündin nach der Ovulation belegt, verkürzt sich die Trächtigkeitsphase auf 58 - 60 Tage. 2.5. Aufrechterhaltung der Trächtigkeit durch Hormone: Bereits für den genauen Decktermin wird der Progesteronspiegel beobachtet. Zunächst überwiegt der Östrogeneinfluss der heranwachsenden Follikel an den Eierstöcken. Die höchsten Konzentrationen werden kurz vor dem Eisprung erreicht und bewirken die Anschwellung der äußeren Geschlechtsorgane. Nach dem Eisprung steigt die Produktion von Progesteron durch die am Eierstock befindlichen Gelbkörper an. Die höchsten Werte werden 20 - 30 Tage nach der Ovulation gemessen. Ein durchgängig hoher Progesterongehalt ist zur Aufrechterhaltung während der gesamten Trächtigkeit zwingend nötig. Progesteron verstärkt die Gewebeanbildung in der Gebärmutter und fördert die Ernährung der Früchte. Es sorgt für einen Verschluss des Muttermundes und verhindert eine frühzeitige Gebärmutterkontraktion, dessen Folge ein Trächtigkeitsabbruch (Abort) wäre. Erst gegen Ende der Trächtigkeit sinkt der Progesteronspiegel. Durch den jetzt wieder steigenden Östrogeneinfluss werden die Geburtswege auf die nahende Geburt vorbereitet. Durch Östrogene werden die Milchdrüsen angebildet. Die Muskulatur der Geburtswege erschlafft unter diesem Hormon ebenso wie das gesamte Gewebe aufgeweicht und somit geschmeidig wird. 2.6. Temperaturkontrolle: Während der Trächtigkeit beträgt die Körperinnentemperatur der Hündin ca. 38,5 - 39,0 Grad Celsius. Diese leichte Temperaturerhöhung wird auf die hohe Progesteronkonzentration zurückgeführt. Gegen Ende der Trächtigkeit ( 8 - 10 Tage vor der Geburt ) sinkt, ebenso wie der Progesteronspiegel, auch die Temperatur auf zunächst 38,0 Grad ab. 24 - 36 Stunden vor der Geburt stürzt der Progesteronspiegel nochmals steil ab. So ist auch der Temperaturabfall 24 Stunden vor der Geburt um 1 Grad auf 37 Grad zu erklären. Die Temperatur steigt danach wieder an und kann während der Geburt bis zu 40 Grad erreichen. Durch zweimal tägliche Temperaturkontrolle und deren Protokollierung ab dem 50.Tag der Trächtigkeit kann dieser Abfall bei der überwiegenden Zahl der trächtigen Hündinnen festgestellt werden und so eine bevorstehende Geburt frühzeitig erkannt werden. Diese Temperaturkontrolle ist besonders bei Hündinnen mit sehr kleinen ( 1 - 2 Welpen ) oder sehr großen Würfen empfehlenswert, da diese am häufigsten zu Wehenschwächen neigen.
Teil 3: Die Geburt 3.1.Geburtsauslösung: Die Geburt wird unterteilt in die Vorbereitungs- und Eröffungsphase sowie die Austreibungsphase. Der direkten Geburtsauslösung werden dabei vor allem drei Punkte zugerechnet:
3.2.Eröffnungsphase: In der Eröffnungsphase kommt es unter der Hormoneinwirkung zu leichten Kontraktionen der Gebärmutter. Diese Eröffnungswehen beginnen vor dem hintersten Welpen und laufen zum Muttermund. Dadurch wird dieser Welpe langsam aus seiner Verankerung mit der Plazenta gelöst und gegen den Muttermund gedrückt. Durch diesen mechanischen Druck öffnet sich der Muttermund. Zu diesem Zeitpunkt ist der Welpe noch von beiden Fruchthüllen umgeben. Diese Wehentätigkeit ist nicht sichtbar und kann nur an der Unruhe der Hündin, Nestbau, Hecheln oder dem Umschauen zu den Flanken erkannt werden. Bei manchen Hündinnen ist ein klarer Schleimaustritt aus den Schamlippen sichtbar, dieser kennzeichnet die Öffnung des Muttermundes durch das Ablösen des Cervixpfropfes, der während der Trächtigkeit den Muttermund verschließt. Diese Phase der Geburt kann 6 - 12 Stunden, manchmal bis zu 36 Stunden dauern. Dabei ist noch kein Austritt von Fruchtwasser sichtbar. 3.3. Austreibungsphase Ist der Welpe durch den Muttermund in die Scheide vorgeschoben worden, beginnt die Austreibungsphase. In der Regel zerbirst die äußere Fruchthülle beim Eintritt in die Scheide, der Austritt der Flüssigkeit ist für eine verbesserte Gleitfähigkeit in der Scheide wichtig. Durch den Eintritt des Welpen in die Scheide werden reflektorisch die Austreibungswehen ausgelöst, die durch deutliche Bauchpressen verstärkt werden. Zwischen Platzen der äußeren Fruchthülle und dem Austreten des Welpen können 10 min (manchmal bis zu 60 min) vergehen. Ca 60 % der Welpen werden mit dem Kopf voran geboren (Vorderendlage), beim Hund ist jedoch auch die Hinterendlage ohne Geburtsstörungen möglich. Der Welpe sollte mit der Wirbelsäule nach oben (obere Stellung) geboren werden, denn so kann er sich besser der Krümmung des Geburtskanales anpassen. Bei der unterer Stellung (Welpe liegt mit dem Rücken nach unten) oder Steisslage (Hinterendlage mit angewinkelten Hintergliedmassen) kann es zu Geburtsstörungen durch den größeren Umfang des Welpens kommen. Das gleiche gilt für Welpen in Vorderendlage mit am Brustkorb anliegenden Vordergliedmaßen. Ist der Welpe geboren, beginnt die Hündin ihn sofort durch Belecken von den restlichen Fruchthüllen zu befreien. Dies ist besonders im Kopf- und vor allem Nasenbereich wichtig, bevor der Welpe die ersten Atemzüge macht. Nur so kann ein vermehrtes Einatmen von Fruchtwasser und die dadurch bedingten Atembeschwerden verhindert werden. Die Hündin durchbeißt die Nabelschnur und trennt den Welpen damit von der in der Regel noch nicht ausgeschiedenen Plazenta. Durch den Zug des Welpens auf seinem Weg durch den Geburtskanal und den Hormoneinwirkungen löst sich die Plazenta aus seiner Verankerung mit der Gebärmutterschleimhaut. Bei dieser Ablösung kommt es zu kleinen Blutungen und Blutergüssen, bei denen der Blutfarbstoff Uteroverdin freigesetzt wird. Dieser Farbstoff führt zum Auftreten des grünlichen Ausflusses. Die Plazenta sowie Reste der Fruchthüllen werden als Nachgeburt in der Regel 5 - 15 min nach der Geburt eines jeden Welpens ausgeschieden. Die Hündin frisst diese Nachgeburt normalerweise auf, ebenso wie sie das Geburtslager durch Auflecken des Fruchtwassers sauber hält. Durch das kräftige Belecken fördert die Hündin die Atmung des Welpens sowie die Darmtätigkeit und Ausscheidung. Bei mehreren Welpen erfolgt die Geburt abwechselnd aus dem rechten und linken Gebärmutterhorn. Es können mehrere Welpen im Abstand von ca. 15 min geboren werden, oftmals folgt dann eine Pause von bis zu 4 (evt.6) Stunden ohne Unruhe und Austreibungswehen. Die Hündin liegt dabei ruhig und versorgt ihre geborenen Welpen. Die Gesamtzeit der Austreibungsphase sollte für die Geburt aller Welpen 12 Stunden nicht überschreiten. 3.4. Geburtsstörungen Als Geburtsstörungen sind alle geburtsverlängernden Störungen anzusehen. Wichtig zur Erkennung von Geburtsstörungen ist die genaue Beobachtung der Hündin sowie der Zeitpunkt der Eröffnungsphase.
Teil 4: Die Hündin nach der Geburt Nach der Geburt beginnt für die Hündin die Phase des Puerperiums, in der die Gebärmutter wieder zu ihrer ursprünglichen Größe zurückgebildet wird. Äußerlich sichtbar ist die frühe Phase mit dem Lochialfluss der Hündin. Dieser Ausfluss ist ähnlich der Läufigkeitsblutung. Er enthält Reste der Plazenta sowie abgestorbene Zellen und Ausscheidungen der Uterindrüsen. Der Lochialfluss sollte geruchlos sein, anfangs verliert die Hündin größere Mengen grünlich-schwarzes, wässriges Sekret. Ab der 2.Woche wird der Ausfluss weniger, das Aussehen ist lachsfarben und schleimig. Mit 4 Wochen sollte der Ausfluss beendet sein, die Gebärmutter ist dann wieder auf die ursprüngliche Größe zusammengezogen. In den folgenden 2 Monaten werden die Zellen-defekte in der Uterusschleimhaut ausgebessert. 3 Monaten nach der Geburt ist die Gebärmutter wieder funktionstüchtig für eine weitere Trächtigkeit.
Teil 5: Die Welpen 5.1. Aufzuchtphasen: Die Welpenaufzucht wird in vier Phasen unterteilt:
Geburtsgewicht: Das Geburtsgewicht von Neufundländern - Welpen beträgt nach eigenen Aufzeichnungen zwischen 450 und 700g. Bei niedrigeren Wurfstärken sind die Einzelgewichte höher (750 bis 800g).
Verluste: Bei 3 - 5 % der Geburten kommt es zu Geburtsstörungen, die Anzahl der toten Welpen wird mit 5 - 7 % ( bei größeren Rassen höhere Todesrate ) angegeben. Die Gesamtverluste bis zur 6.Lebenswoche werden in der Fachliteratur mit 35 % angegeben, wobei mehr Rüden als Hündinnen sterben.
Atmung: Setzt die Atemtätigkeit länger als 30 Sekunden aus, wird von einer Geburtsstörung gesprochen. Hier sollte vergleichend der Massage durch die Hündin eine lungen- und atemregulierende Unterstützung durchgeführt werden. Diese Unterstützung sollte bis zu 20 Minuten durchgeführt werden, bevor ein Welpe aufgegeben wird. Die normale Atemfrequenz eines Welpen beträgt 15 - 35 Atemzüge pro Minute.
Körpertemperatur: Dazu wird in der 1.Lebenswoche eine Umgebungstemperatur von 28 - 30 Grad empfohlen ( 2./3. Lebenswoche 24 - 26 Grad, ab 4.Lwo 20 - 21 Grad Celsius ). Es ist zu beachten, dass die Rotlichtbestrahlung von oben nicht nur eine wärmende, sondern auch eine stark austrocknende Wirkung auf den Welpen hat.
Immunsystem:
Nabelschnur:
Augen und Ohren:
Gewichtszunahme: Entwicklungsphasen der Welpen:
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